
3. Nonna Maria erzählt: Sommererinnerungen aus Sizilien
„Ach Kinder, wenn ich an die Sommer in meiner Heimat zurückdenke… Die Sonne brannte so unbarmherzig auf die Steine, dass selbst die Eidechsen im Schatten blieben. In unserer Familie gab es zwei Lager im Umgang mit dem sommerlichen Kaffeegenuss.
Meine Schwester hat immer den Cold Brew vorbereitet – im grossen, schweren Glas, verfeinert mit frischen Orangenscheiben aus dem Garten und einer Stange Zimt. Das stand dann den ganzen Tag kühl im Keller bereit.
Aber mein Vito? Der wollte von kaltem Wasser nichts wissen. Er brauchte seinen Kaffee stark und feurig! Er verlangte nach einem frisch gebrühten, heissen Espresso, der zischend über dicke Eiswürfel gegossen und mit einem grossen Löffel cremigem Vanilleeis gekrönt wurde. ‚Wenn wir den Kaffee schon kalt trinken, Maria, dann muss er wie ein wildes Feuer in Eis gehüllt sein!‘, hat er immer gelacht. Und wisst ihr was? Beide hatten auf ihre Art recht.“